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Natürlich aufgewachsene Kinder sind für mich vorbildhaft,
was den unverstellten Blick auf die wesentlichen Dinge des Lebens angeht. Dieses hellwache, hochsensible, ungebremste Forscher-Interesse an einem Wurm, der sich aus der Erde kringelt, weckt Erinnerungen an eigene Kindheits-Erlebnisse und das Staunen über die Phänomene des Lebens. Beobachte ich Kinder im Alter von ca. 3-6 Jahren, stelle ich immer wieder fest, dass sie sich Höhlen aus allen möglichen Materialien zusammen- bauen.
Was das Material angeht, welches ich als Ausdrucksmittel verwende,
bleibe ich bei dieser kindlichen Arbeitsweise. Ich arbeite viel
mit Fundsachen, die mich an den Ursprung allen Seins erinnern (Steine z.B.) und versuche in unterschiedlichen Techniken, Alter, Vergänglichkeit und überhaupt Entwicklungen, Veränderungen, Dauerhaftigkeit, all diese Indizien für Zeit einzufangen.
Alte Symbole und fremdartige
Zeichen (geistige Fundsachen)
integriere ich in meine Malerei, so dass bildhaft eine mathematische
Gleichung mit "lauter Unbekannten"
entsteht. Die Symbole eröffnen durch die Ablösung
von ihrer Zugehörigkeit und die Neukombination völlig
neue Bildzusammenhänge.
Der Fund des Gletschermannes, die Entdeckung der Urzeit-Krebse im Rhein, die neuesten Höhlenfunde in Deutschland versetzen uns Erwachsene immer noch in die Lage von Kindern, denen sich die Welt voller Rätsel und Mysterien zeigt. Ich hoffe, dass es uns im Zuge der Wissenschafts- und Fortschrittsgläubigkeit nie gelingen wird, die Welt völlig zu entzaubern und wünsche mir, dass ich künstlerisch dazu beitragen kann, dass die Rätsel und Mysterien ihre Faszination behalten. Im Idealfall entsteht Visuelle Kommunikation
mit dem Unbewussten in Öl auf Leinwand, Acryl oder Mischtechnik. |
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